Trotz aller Schwierigkeiten gelang der Mannschaft 1961 wieder der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Der Lohn war eine zünftige Tour nach Rammelsbach bei Kaiserslautern. Im nächsten Jahr verfehlte man nur knapp den Aufstieg in die Bezirksklasse. 1963 musste die Mannschaft den Abstieg in die 2. Kreisklasse hinnehmen. Ein Jahr später kam es noch schlimmer, nur durch einen Punktgewinn am „grünen Tisch” entging man dem Abstieg in die 3. Kreisklasse.

In der Zeit von 1963 bis 1971 spielte die Mannschaft in der 2. Kreisklasse, wobei einige Male der Aufstieg nur knapp verfehlt wurde.

Im Jahre 1968 feierte der Verein sein 50jähriges Vereinsjubiläum, daß vom Vorsitzenden Dieter Herzig bestens organisiert wurde. Leider waren durch die Jubiläumsfeier die Finanzen in Unordnung geraten. Der neu gewählte Vorstand übernahm keine leichte Aufgabe, mittels einer Spendenaktion bei den Dottendorfer Bürgern und Geschäftsleuten konnte die Vereinskasse wieder aufgefüllt werden.

Das Jahr 1971 wurde zu einem der sportlichen Höhepunkte des Vereins. Nach einem dramatischen Entscheidungsspiel, das mit 3:1 gegen Fortuna Bonn gewonnen wurde, gelang der Mannschaft unter ihrem Trainer „Mott” Klar der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Stolz konnte der Verein auch auf seine Jugendabteilung sein, die C-Jugend wurde Kreismeister, die D, C2 und B-Jugend stellten die jeweiligen Gruppensieger. Dank der verdienstvollen Betreuer, Hans Henseler, Hubert Bors, Frank Grehs, Günter Kuppraitis und Horst Salomon, ein bis dahin einmaliger Erfolg im Fußballkreis Bonn.

Der sportliche Aufschwung gab An­laß, das Sportamt der Stadt Bonn auf eine Modernisierung der Sport­anlage, im besonderen die Sanitäranlagen bestehend aus zwei Du­schen und einem Plumpsklo, zu drängen. Trotz des massiven Einsatzes von Heinrich Wienand und der Presse, mit einer Veröffentlichung der Zustände, dauerte es nach einer Ortsbegehung mit Sportausschuß noch zwei Jahre bis das neue Umkleidehaus bezugsfertig war und die Flutlichtanlage eingeschaltet werden konnte. Ende 1974 beschloß der Vorstand die Gründung von drei Freizeitsportabteilungen. Wir erwartet, konnten mit diesem Freizeitsportangebot zahlreiche neue Mitglieder, darunter auch die Mitarbeiter der Firma Lancome, gewonnen werden. Auf der Jahreshauptversammlung 1975 berichtete der Vorsitzende, Herbert Ludwig, das man mit der Deutschen Lancome GmbH eine Vereinbarung abgeschlossen hat, die unter anderem auch Trikotwerbung vorsieht. Die erste Trikotwerbung eines Amateurvereins sorgte für einiges Aufsehen. So kam das Fernsehen mit einem Team nach Dottendorf um die Mannschaft in ihren Trikots mit der Werbeaufschrift “GREEN WATER” zu filmen und dem Firmenchef und dem Vorsitzenden bohrende Fragen zu stellen. Am Bildschirm konnten später alle Beteiligten ihren ersten Auftritt im Regionalprogramm und Ende des Jahres sogar im Sportjahresrückblick begutachten.

Weniger erfreulich war, daß 1975 die 1. Mannschaft den Gang in die 2. Kreisklasse antreten mußte. Mit der, durch einige erfahrene Spieler verstärkten A-Jugend, versuchte man den Wiederaufstieg zu schaffen. Nach anfänglichen Erfolgen machten vereinsinterne Querelen das Vorhaben zunichte.

Auch im Jubiläumsjahr 1978 reichte es bei allem Einsatz nicht zum Aufstieg. Was den Verein unter seinem Vorsitzenden Herbert Ludwig nicht daran hinderte, sein 60jähriges Jubiläum „Im Kessenicher Hof” gebührend zu feiern. Auch der Hamburger SV übersandte eine von Manager Günter Netzer signierte Grußadresse.

Die 80iger und 90iger Jahre