Präventiver Kinderschutz darf kein Tabuthema sein. Nachdem der Hertha Vorstand vor wenigen Wochen beschlossen hatte, das Thema Kinderschutz im Verein wirksamer umzusetzen, fand am 1. Februar 2019 eine erste Schulung statt. Trotz des Termins an einem Freitagabend waren 20 Personen in den Kessenicher Lindenhof gekommen, darunter der erweiterte Vorstand und fast alle Trainer und Betreuer.

Jan Knoblich, Jugendleiter, und Jörg Michael, Kinderschutz-Verantwortlicher im Vorstand, hatten die Schulung organisiert und freuten sich über kompetenten Besuch des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM): Sandra Fritz, Jugendbildungsreferentin, sowie ihr Kollege Mike Rieden informierten anschaulich und praxisnah die Herthaner.

Gemeinsam diskutierten sie über Alltagssituationen und wie man sich als Trainer verhalten oder was man bedenken sollte – denn schon den vermeintlich harmlosen Klaps auf den Po empfindet manches Kind als Grenzverletzung. Muss es eine Duschpflicht für Jugendliche geben? Sollte ich als Trainer ein Kind nach dem Training alleine mit dem Auto nach Hause fahren? Wieso müssen unsere Trainer ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen?

„Kinderschutz ist auch Trainerschutz“ betonten die Referenten und sensibilisierten nachdrücklich die Zuhörer. Zum Abschluss erarbeiteten die Teilnehmer in Kleingruppen verschiedene Verhaltensregeln für das Trainer- und Betreuerteam. Im nächsten Schritt werden diese Regeln noch einmal ausgearbeitet, vom Vorstand beschlossen, um sie dann verpflichtend für alle Trainer/innen und Betreuer/innen umzusetzen.

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