Saisonrückblick 2011/2012 Hertha Bonn I. Mannschaft:

Die Saison für uns ist mit dem Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des SV Ennert gestern zu Ende gegangen. Wir alle sind froh, das wir die Saison beenden konnten und können uns jetzt umso mehr an der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine erfreuen. Eine Saison mit einigen Höhen, wenigen Tiefen, tollen Toren, souveränen und etwas überforderten Unparteiischen, fairen Gegnern, schlechten Verlierern, Derbysieg und Niederlage, umkämpften Partien, intensiven und harten Trainingseinheiten, viel Einsatz auf und neben dem roten oder wahlweise grünem Geläuf, das für viele die Welt bedeutet.
Aber vor allem mit viel Spaß an der so oft und so viel zitierten „schönsten Nebensache der Welt“ oder einfach „dem geilsten Hobby wo gibt“.

Hinrundenfazit: 
(Ausführlicher Berichtunter: Link zum Hinrundenrückblick)

Umkämpfte Unentschieden und ein 11. Tabellenplatz, 10 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, man war also im „Soll“, doch Ausruhen durfte man und sollte man sich in der Rückrunde jedoch nicht. Selber hatte man in einige Spielen mit den Mannschaften aus dem oberen Drittel der Tabelle mithalten können. Ab und an blitzte also das Talent der jungen Dottendorfer Equipe auf, doch zu wenig Konstanz hielt eben dieses ab und an davon ab, noch häufiger in den Vordergrund zu treten.

Rückrunde:
Was ein Auftakt für die Herthaner: Direkt gegen den schon zur Saisonhalbzeit überragenden Tabellenführer und späteren verdienten Aufsteiger SF Brüser Berg. Und dann auch noch ein recht frühes Gegentor, weil Franziskus „die Grätsche“ Ohse anstatt einen Nasenbeinbruch zu riskieren, den Ball auf Kopfhöhe doch noch über sich lupfen lies. Alle dachten: Frühes Gegentor, gegen den Tabellenführer, droht jetzt ein Debakel auf dem Hardtberg? Doch jeder unserer treuen Fans wurde eines besseren belehrt: eines der taktisch und läuferisch besten Spiele der Saison lieferten die Herthaner ab, kamen zum verdienten Ausgleich durch einen Freistoßkracher von Andi „the Hammer“ Starost, mussten sich am Ende jedoch etwas ärgerlich 2:1 geschlagen geben. In diesem Spiel hätte es die klarste Rote Karte der gesamten Saison geben müssen, als der gegnerische Torwart ein klares Handspiel außerhalb des 16ers nur mit Gelb ahndete.
Das folgende spielfreie Wochenende wurde genutzt um in einem lockeren Freundschaftsspiel gegen den SV Impekoven im Spielrhytmus zu bleiben. Locker trifft die Einstellung aller doch am besten, Spalier stehen, Ausnüchtern und ein bisschen Schwitzen beschreibt die Mannschaftsleistung doch recht gut. Doch war das alles nur Taktik unseres Trainerfuxen Francisco Alijas Mielgo? Hatte die Mannschaft doch schon immer wieder gezeigt, das sie auf ein gutes Spiel ( gegen SF Brüser Berg) doch meist ein schlechtes folgen lies und das nächste Spiel gegen die Türken von Boluspor anstand? War das einfach ein aus gewiefter Plan den er da verfolgte?
Die ersten 45 Minuten des Spiels an der Josefshöhe hatten alle gefürchteten Erwartungen der Herthaner Insider bestätigt: Grausam, unkreativ, willenlos, so präsentierte man sich im Bonner Norden. Das einzige Highlight war ein kulinarisches: Der platzeigene Döner war hervorragend, manch ein Auswechselspieler wurde mehrfach beim verdrücken des ein oder anderen Döners gesehen, alle anderen Spieler auf dem Feld wurden durch den Grillqualm vollends benebelt. Manch einer spielte auch etwas vernebelt. Doch in der zweiten Hälfte ein ganz anderes Bild der Hertha-Buben: Spielfreude, Spielwitz, ansehnlicher Kombinationsfußball. Vor allem „der, der mit dem Ball tanzt“ Pere Picart-Faiget bot einen fussballerischen Augenschmaus und tänzelte wie eine Primaballerina des russischens Staatszirkus über den Platz und durch die gegnerische Abwehreihe. Unser „Capitano“ im Tor Andi Weinreis konnte in einer Situation mit einer sensationellen Triple-Parade sein ganzes Können zeigen. Ganz großer Sport von unserem Rückhalt.
Man drehte ein Spiel und gewann am Ende etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 3:2.
Im darauffolgendem Spiel gegen den Oberkassler FV II zeigte man eine unterirdische Leistung. Getreu dem Motto „ und täglich grüßt das Murmeltier“ zeigte man eine der schlechtesten Saisonleistungen und verlor auch in der Höhe verdient mit 6:2.  Dann ging es an die Hohe Straße zum MSV. Eine tolle Mannschaftsleistung gipfelte in einem verdienten Sieg, der durch einen sicher verwandelten Elfmeter unserer „zärtlichen Walze“ Yassin Yazzman und erneut von einem Freistoßhammer von Andi Starost besiegelt wurde. Eine der kuriosesten Szenen ereignete sich in diesem Spiel: Karla Koluma alias Der Zerstörer alias Cristiano der Herzen brannte auf seinen Einsatz. Wurde dann eingewechselt und direkt wieder ausgewechselt, doch was war passiert? Ein böses Foulspiel forderte eine direkte Auswechslung des aerodynamischen Mittelfeldakteurs. Das einzig positive: eine kurze, einwöchige Zwangspause für den Zerstörer und das für ihn unmöglich erscheinende: eine 100%ige Passquote. Einen Pass gespielt, der hat seinen Mann gefunden. Da lecken sich andere Profis und Fußballstatistiker die Finger nach.
Danach empfing man die Mannschaft von Rot-Weiß Röttgen im Wasserland. Eine fußballerisch gute Truppe gegen die man im Hinspiel gut gegen halten konnte und knapp verlor. Das Endergebnis von 5:1 für den späteren Aufsteiger in die B-Klasse Röttgen ist defintiv 2 Tore zu hoch ausgefallen. Wäre Hertha am Anfang nicht doppelt bestraft worden, als ein „vermeintliches“ Handspiel auf der Linie mit Elfmeter und Rot für unsere Princess L. geahndet wurde, und hätte man in den nachfolgenden 70 Minuten trotz einem Mann weniger etwas mehr aus seinen Chancen machen können, dann wäre ein Punkt drin gewesen. Trotzdem eine tolle kämpferische Leistung der Dottendorfer. Danach folge das Derby beim GFV, das man verdient mit 1:0 für sich entscheiden konnte, Fabulous Fabi, einer unser Winterneuzugänge, krönte eine tolle Leistung mit einem schönen Tor. Abermals zeigte man, das die Mannschaft in der Lage ist gegen Topteams der Liga guten Fußball abzuliefern.
Die Woche danach empfing man die Portugiesen vom Finkenberg, Lusitania Bonn. Ein Duell, welches auf Grund einiger Spanier in unserer Mannschaft auch einen emotionalen Beigeschmack hatte, aber in dem man eine unterirdische Leistung aus dem Hinspiel vergessen machen wollte. Ein Spielchen entwickelte sich, in dem Marcel „Poschi“ Post einen Dreipack schnürte, eine geile Geschichte denn die Woche vorher hatte er noch im Derby in der Kiste die Null gehalten. Solche Geschichten schreibt nur die Kreisliga. Trotz allen emotionalen Aufgeregtheiten und dem schlechten Hinspiel der Hinrunde bei den Portugiesen entwickelte sich ein lockerer Kick, der am Ende 3:3 endete.
Die Woche drauf stand das wichtige und im fußballneudeutsch als „6-Punkte-Spiel“ bezeichnete Spiel auf dem Lengsdorfer Hügel an. Jedem war klar um was es hier geht und das man mit einem Sieg den Klassenerhalt zu 99% klarmachen würde.
So präsentierte man sich über 90 Minuten konzentriert, aggressiv und fokussiert.
Die Hintermannschaft um die Viererkette Martin „Der Grieche“ Mett, der in diesem Spiel ein schönes „Uwe-Seeler-Hinterkopf-Tor“ zur Führung beisteuern konnte, das Inneverteidiger-Duo „immer zu Null“ Andreas Tack und Simon Valder, so wie Reiner „ReinAIR“ Becker. Das zweite Tor
fiel kurz vor Ende, als man endlich einen der zahlreichen Konter zum 2:0 abschließen konnte.
Danach ging es zu auf die andere Rheinseite zum TUS Pützchen, wo man ein Unentschieden erkämpfen konnte und eine kämpferisch gute Leistung ablieferte, spielerisch doch einiges Schulden blieb. Hier knallte Kevin „Picco“ Weißensee den Ball aus kürzester Distanz zum 1:1 in die Maschen. Leopold „ Mr. F-Wort“ Heilmann hatte hier klasse vorbereitet. Mit dem Schlusspfiff hatte man noch die Chance auf das 2:1 aber der man vergab.
Nachdem der Klassenerhalt dann endlich unter Dach und Fach war, freute man sich auf die Begegnung beim SC Widdig. Hier erkämpfte man sich einen Dreier, den unser „Senor“ Manu Navoa per Treffer kurz vor Ende eintüten konnte. Fabi wäre hier fast das Tor des Jahres gelungen, doch sein Knaller aus 35 Metern senkte sich nur auf die Latte.,
Dann folgten zwei 4:1 Niederlage gegen Roleber und Fortuna, die etwas zu hoch ausgefallen sind. In Roleber blieb einigen das Verhalten des gegnerischen Trainers und sein Gegröle im Kopf hängen, was nichts auf einem Fussballplatz verloren hat. Beim Derby gegen Fortuna trifft man selber 4 Mal den Pfosten und kassiert dann Zwei Tore in Fünf Minuten.
Das letzte Saisonspiel gestern war dann nichts anderes als „Auslaufen“. Man merkte jedem Spieler an, das am Abend vorher nicht nur Mario Gomez uns an die Spitze unsere EM-Gruppe köpfte, sondern sich die Mannschaft auf Abschlussabend in Düsseldorf befand. An der längsten Theke der Welt feierte man in einem Irish Pub mit Biertowern, die fast so groß waren wie unser Weltbester Betreuer Pascal „Imperator“ Treichel. Danach zog man unter Führung unseres Reiseleiters und ortskundigen Nils „Mr. Zweikampf“ Meier noch durch das Nachtleben.
Das letzte Spiel, das 13 wagemutige gemeinsam angingen, entwickelte sich zu einem Schaulaufen für den SV Ennert, der am Ende 7:2 gewinnen konnte. Hervorzuheben hier sind ganz klar die breite Brust des gestrigen Spielführers und Zehners Cristiano, der im letzen Saisonspiel auch noch sein erstes Saisontor erzielen konnte. Die Vorlage gab Jens „die Gazelle“ von Hahn. Ihm wird Cristiano ewig zu Dank verpflichtet sein. Tränen über so viel Glück an einem Tag (Capitano, 10er, Tor) sollen dem Anschein nach noch nicht geflossen sein, aber es erhärten sich immer mehr Gerüchte. Co-Trainer Martin Wons gab zu Protokoll, das er Cristiano noch in der Nacht zu Montag Taschentücher bringen musste, damit er seine Freudentränen wieder in den Griff bekam. Ob Cristiano seinen Rücktritt erklärt, da es Höhere Ehren kaum geben kann, bleibt offen. Gestern war er zu einer Stellungnahme emotional noch nicht in der Lage. Wir bleiben gespannt.

Männer “we have a abwechslungsreich and gut Saison gespielt”, in dem man oft über klasse Mannschaftsleistung zum Erfolg kam. Verbessern muss man die schwankenden Leistungen mit „Hui“ am einen, und „Pfui“ am anderen Sonntag. Doch daran kann man und wird man sicherlich arbeiten können und werden.

Wir können stolz sein auf das geleistete. Wir haben uns alle fussballerisch und menschlich weiterentwickelt.

Es war mir eine Ehre mit Ihnen gespielt haben zu dürfen, meine Herren.

Nun heißt es erst mal Abstand, Pause und Regeneration. Und dann wird es im Sommer wieder heißen: Sommer, Sonne, Venusberglauf und Posttowertreppen.

Der Dank geht natürlich an folgende Spieler:

Andi „El Capitano” Weinreis
Björn „Elfmeterkiller“ Hildebrandt
Martin „Der Grieche“ Mett
Reiner „ReinAIR“ Becker
Nils „Mr Zweikampf“ Meier
Justin „Mr. Zuverlässig“ von Hahn
Franziskus „Die Grätsche“ Ohse
Andreas „Mr. Strafenkatlog“ Tack
Simon „Speedy Gonzales“ Valder
Chris „Cristiano/KarlaKolumna“ Menzel
Valentino „Red-Bull-Halbe-Stunde-Schlaf-Bruder“ Trnovski
Tim „Nachtschichtkönig“ Henning
Kevin „Picco“ Weißensee
Luca „Don Corleone“ Petralia
Halil „Exil-Herthaner-in-Istanbul“ Eliacik
Jose „filligranste Plattelejer“ Alijas-Alvarez
“Princess L.”
Andi „the Hammer“ Starost
Chrsitan „Bomber“ Hanowski
Fabi „Fabulous Fab“ Bernards
Yassin „die Walze“ Yazzman
Jens „die Gazelle“ von Hahn
Leopold „Mr. F-Wort“ Heilmann
Sercan „Jungspund“
Manu „ich-krieg-ihn-nicht-hoch“ Navoa
Marcel “Poschi” Post
Pere “der, der mit dem Ball tanzt” Picart-Faiget

Und natürlich auch an unsere treuen Fans ein herzliches Dankeschön!

Ohne euch wäre kein Training möglich gewesen, keine Taktik entwickelt, kein Getränke nach dem Training oder beim Spiel, kein Pausensnack in der Kabine:
Danke an unsere Betreuer Jörg & Pascal, sowie dem Trainergespann Martin und Francisco!!!!! Ihr seid weltklasse!!!!

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