10.03.2019, FC Hertha Bonn – RW Lessenich III 3:0 (1:0)

Die Winterpause ist nun endgültig vorbei. Es gab 2 Abgänge, 2 Wiederkehrer und jede Menge Verstärkung aus der A-Jugend.

Nach dem Sieg gegen Hersel III (5:2), wo die jüngste Seniorenmannschaft der Hertha in der Startaufstellung stand (Durchschnittsalter 19,5 Jahre), hatte die Mannschaft über 2 Wochen Pause.

Das erste Pflichtspiel zu Hause in der Rückrunde stand nun an. Genug Zeit hatte die Mannschaft, um zu trainieren und sich auf den nächsten Gegner einzustellen. Diesmal betrug der Altersdurchschnitt „nur“ 20,6 Jahre. Wahnsinn! Ältester Spieler von Beginn an war Fabian „Silver“ Funke mit gerade mal 30 J. Der Kader war breit aufgestellt mit insgesamt 18 Spielern. 3 weitere Spieler brauchten ihre Spielutensilien gar nicht erst mitbringen.

Die Marschroute und die Taktikvorgaben wurden vor dem Spiel noch mal besprochen und dann ging es auch schon raus auf den Platz!

Mit Anpfiff der ersten Halbzeit und viel Wind, startete unsere 1. souverän und ließ hinten kaum bis keine Torchancen zu. Bälle wurden im Mittelfeld entschlossen gewonnen und durch das schnelle Umschaltspiel kam die Hertha auch zu Torchancen. Leider fehlte vor dem Tor die richtige Absprache und der kleine, aber feine Blick auf den freien Mann, so dass man sich das Leben selber schwer machte. In der 30. Spielminute wurde der Ball über außen durch schöne und schnelle Passkombinationen letztendlich von Kai „ich war früher nur im Tor“ Knoblich, im 16er quer zu seinem neuem Spielerkollegen Skerdi Dollija gebracht, der den Ball nur noch rein zu schieben brauchte. Verdientes 1:0 für unsere Hertha. Der weitere Spielverlauf war bis zur Halbzeit der gleiche. Man gewann meist die Bälle im Mittelfeld oder entschärfte rechtzeitig die gegnerischen Torchancen. Relativ zufrieden konnte man in die Halbzeitpause gehen.

Halbzeit 2 lief etwas turbulenter ab. Viele Fouls auf beiden Seiten gab es, aber der Schiedsrichter hatte zur keiner Zeit das Spiel aus der Hand gegeben und pfiff durchgehend korrekt, was leider viel zu selten in dieser Kreisklasse ist. Die Hertha spielte über weite Strecken hin weiter kompakt, jedoch ließ man wieder die ein oder andere Torchance liegen. Erst in der 60. Minute klingelte es im Kasten der Lessenicher. Jun „The Phoenix“ Lee, der nach seiner schweren Verletzung seit fast 1 Jahr wieder von Beginn an spielen durfte, setzte sich gegen 3 Mann nach einem Gewusel im Strafraum durch und konnte zum 2:0 einnetzen.

Der erste Wechsel seitens der Hertha stand in Minute 62 an. Kai Schneider kam für Jun Lee. Leider war es nicht der beste Fußballtag von Kai und das bekamen auch die Lessenicher mit. Immer wieder kam der Ball auf der rechten Seite durch und unser Keeper und Kapitän Julius bekam einiges zu tun. Der größte Schockmoment der Herthaner war, als ein Einwurf an der eigenen Eckfahne zu schnell und leichtsinnig in den eigenen Strafraum geworfen wurde und Tobias Schäfer vom gegnerischen Stürmer unter Druck gebracht wurde. Zum Glück konnte der Angriff unterbunden werden. Für Skerdi, der sein 1. Spiel im Trikot der Hertha machte, kam Ali „der Iranische Bomber“ Didehvar und hatte direkt auch eine gute Torchance. Hertha spielte von da an bis zur 77. Minute ziemlich unsicher und machte individuelle Fehler, die die Lessenicher aber zum Glück nicht ausnutzen konnten. Aber ein scheinbar harmloser Distanzschuss wurde doch noch gefährlich durch die Unterstützung des Windes und flatterte auf Julius zu, der den Ball nur noch über die Latte bringen konnte. In der 78. Minute brachte dann Chan Lee die Erlösung, mit einem guten Sololauftritt, der das 3:0 zur Folge hatte. Der Genickbruch für die Lessenicher. Der letzte Wechsel kam dann in der 80. Spielminute. Der letzte Torschütze verließ das Feld und machte Platz für Andreas „Lachsröllchen“ Wildschrey. Florian „Roggi“ Roggendorf hatte wohl seine größte Chance in der Nachspielzeit. Nach einem langen Ball von Julius Risse lief er 55 Meter mit dem Ball aufs das Tor der Lessenicher zu und setzte sich gegen die Abwehrspieler durch. Leider kam der Schuss aufs Tor von einem zu spitzen Winkel, da Roggi wohl etwas zu viel Rückenwind bekam, dass er einfach zu schnell war mit dem Ball und nach seinem Schuss „zum Glück“ im Netz des Jugendtors landete. Wer weiß,  wo er sonst noch hin gelaufen wäre.

Fazit: Die 1. Mannschaft hat über weite Strecken solide gestanden und verdientermaßen die 3 Punkte geholt.

Der Konkurrenzkampf um die Stammplätze ist nun durch die Verstärkungen endgültig entbrannt, was Trainer Reiner Becker freuen dürfte und die Gegner in Schwitzen bringen wird. Denn mit einem 10. Platz will sich aus der Mannschaft und dem Verein niemand zufrieden geben. Zuletzt stand man in der Saison 11/12 auf dem 10. Tabellenplatz der Kreisliga C. Aber die schweren Spiele stehen vor der Tür. Mit einem Auge schaut man auf den einstelligen Tabellenplatz, aber das andere Auge ist wachsam auf die Abstiegsplätze gerichtet, die man auf keinem Fall einnehmen will…

Text: Reiner Becker

16.09.2018, Oberkasseler FV II – FC Hertha Bonn 5:0

Auch meine Sommerpause hat ein Ende und es geht mit neuer Kraft wieder ans Werk. Nach dem durchwachsenen Saisonstart ging es am Wochenende nach Oberkassel, wo deren 2. Mannschaft bereits auf uns wartete.

  1. Halbzeit:

Oberkassel machte von Anfang an Druck und konnte durch ihr starkes Mittelfeld immer wieder gefährlich nah an das Tor unserer Herthaner gelangen. Unsere Jungs hielten mit allem dagegen, was sie aufbringen konnten und versuchten das Mittelfeldpressing, so gut es eben ging, durchzusetzen. Anscheinend waren jedoch die Naturgewalten gegen sie. Spieler wurden durch die Sonne geblendet und konnten Bälle nicht mehr richtig abschätzen. Starke Windstöße trugen Spieler an Positionen, an denen sie nicht hätten sein sollen. Es ging so weit, dass einige durch plötzliche Erdbeben nicht länger auf ihren Beinen stehen konnten. Die Oberkasseler blieben von diesen Naturereignissen jedoch unbeeindruckt. Die Redaktion vermutet, dass es sich hierbei um schwarze Magie handelte. Anders konnte man sich dieses Schauspiel nicht erklären. In der 15 Minute versuchte unser „Promille-Titan” Julius Risse den Bann (zusammen mit den Beinen des Stürmers) zu brechen. Außer einem Elfmeter für die Gegner hatte man jedoch dadurch nicht gewonnen. Der gegnerische Spieler verwandelte den Elfmeter zum 1:0 für Oberkassel und brachte somit seine Mannschaft in Führung. Danach war zwar Oberkassel spielbestimmend, jedoch fand auch unsere Mannschaft langsam ins Spiel hinein. Es musste wohl wieder diese schwarze Magie gewesen sein, als unser Stürmer Jun „Bull” Young-Lee sich durch die gegnerischen Reihen dribbelte und nur noch den Torwart vor sich hatte. Trotz eines präzisen Schusses in die rechte untere Ecke, streckte der Torwart nur sein Bein in Richtung des Balles und blockte den Schuss ab. Von außen sah es so aus, als hätte der Ball urplötzlich seine Flugbahn geändert. Außerdem hatte der gegnerische Trainer so eine komische Puppe und Räucherstäbchen in der Hand, mit denen er spielte… Alles deutete auf irgendeinen Voodozauber hin, jedoch können wir leider nichts beweisen. Man müsste eventuell das Bundesamt für magische Wesen anschreiben, damit diese der Sache mal nachgehen. Der Rest der ersten Halbzeit verlief leider relativ unspektakulär und endete auch mit einem 1:0 für Oberkassel.

  1. Halbzeit:

Unser Trainer Reiner „Mr. Gewichtsweste” Becker hat in der Halbzeit alles versucht, um die Mannschaft von diesem bösen Fluch zu befreien. Anti-Voodo, Schamanentänze, Ritualgesänge… alles, was er in seinem Repertoire hatte, wurde auch angewendet. Selbst unser „Imperator“ Pascal Treichel versuchte den ein oder anderen per „Schocktherapie” aus seiner Lethargie zu holen. Man will es kaum glauben, aber man konnte zum Anfang der zweiten Halbzeit eine Besserung feststellen. Die Positionen wurden gehalten und Zweikämpfe gingen immer öfter zugunsten der Hertha aus. Kaum sah man ein Licht am Ende des Tunnels, als der gegnerische Trainer wieder mit seiner Puppe spielte. Kurz darauf umnebelte schwarzer Rauch den Kopf des Unparteiischen, sodass er ein klares Abseits nicht erkennen konnte und Oberkassel ihren Vorsprung auf 2:0 erweiterte. Auch im weiteren Verlauf der 2. Halbzeit kam es öfters zu untypischen Verhaltensweisen der Herthaner und des Schiedsrichters. Zwei weitere Elfmeter wurden gepfiffen (wovon nur einer verwandelt wurde) und zwei Mal zappelte der Ball urplötzlich im Tor der Hertha. Keiner konnte sich erklären, wie er dort hinkam, jedoch wurden alle Tore gezählt. Auch eine plötzliche Schwächewelle überfiel die Hertha. Auch der frisch eingewechselte Flügelspieler Kai „Fluffi” Beckmann war dadurch betroffen. Obwohl er in gewohnter Manier durch die gegnerischen Reihen wütete, bekam er urplötzlich nach 5 Minuten keine Luft mehr und musste einen Gang zurückschalten. Auch die anderen frisch eingewechselten Spieler konnten an dem Ergebnis nicht mehr viel ändern und somit ging die Partie mit 5:0 für Oberkassel zu Ende.

Gegen schwarze Magie hatten wir dieses Mal keine Chance. Jedoch wird unser Trainer im Rückspiel die heimischen Aschegötter anbeten, dass sie uns auch wohlgesonnen sind. Genug Blut als Opfergabe haben die Mitglieder ja schon auf dem Platz gelassen.

Bis dahin heißt es jedoch wie immer:

Einmal Hertha, immer Hertha!

Text: Kai Beckmann

02.09.2018, RW Lessenich III – FC Hertha Bonn 3:5 (1:3)

Das Ziel war klar: nur ein Sieg konnte einen Fehlstart der Hertha Senioren verhindern. Dafür wurde die Trainingseinheiten genutzt, um mehr Torgefahr zu produzieren. Auch einige Positionen wurden neu besetzt und man spielte wieder mit zwei Sturmspitzen, anstatt nur mit einer. Und man darf behaupten, dass die jüngste Seniorenmannschaft der Hertha auf dem Platz stand. Nur der Rückkehrer Julius Risse (25 vor kurzem geworden) machte den Schnitt „kaputt“. Der Rest von der ersten Elf war nicht älter 20.

Man rätselte schon, ob es Mut oder Verzweiflung vom Trainer war, so eine Aufstellung gegen den Gastgeber aus Lessenich zuzulassen. Aber wir wissen nun, der Trainer vertraut seinen Spielern, da spielt das Alter keiner Rolle.

Nach Anpfiff legten die „jungen Wilden“ Herthaner auch gleich los. Es wurde sehr weit oben schon mit dem Mittelfeldpressing angefangen und man eroberte sich den Ball immer wieder recht schnell. In der 5. Spielminute setzte Robert Schäfer nach Ballgewinn der Hertha das erste Zeichen. Er schoss aus gut 25 Meter aufs Tor. Nachdem ein Gegenspieler den Ball dann auch noch leicht abfälschte, schlug der Ball unter der Latte ein. Unhaltbar! Und 1:0 für die Hertha.

In der 12. Minute war Wilfried Douby, der gekonnt mit einem Mix aus Picke, Aussenrist, Schuhsohle und dem dicken Zeh den Ball aus 16 Metern ins untere linke Eck „beförderte“. Auch hier wurde der Ball wieder früh erobert und ins Tor geschossen nach einem schnellem Umschaltspiel, das letzte Woche schmerzlich vermisst wurde.

Irgendwann setzte dann auch leichter Frust bei den Lessenichern ein, denn der Unparteiische zeigte in der 24. Minute auf den Elfmeterpunkt. Mirko Rußbült, der schon in der Vorbereitung einen großen Sprung nach vorne machte, was seine spielerischen Qualitäten betrifft, schnappte sich den Ball, legte ihn sanft auf den Punkt ( hier ist die Redaktion sich nicht sicher, ob er dem Ball etwas zuflüsterte), nahm Maß und versenkte souverän zum 3:0 für sein Team.

Es kam aber, wie es kommen musste. Man gab sich anscheinend ab 30. Minute damit zu Frieden, 3:0 in Führung zu liegen. Und so wurde Lessenich gefährlicher. Immer öfter standen die Gastgeber jetzt vor dem Tor und so knallte es in der 40. im Tor der Hertha. 3:1. Um nicht noch einen Anschlusstreffer kurz vor der Pause zu kassieren und den Gegner damit noch stärker zu machen, wurde Fabian Funke in der 43. Minute eingewechselt. Und 5 Minuten später kam der ersehnte Pausenpfiff.

In der zweiten Hälfte der Partie war die Hertha wieder voll bei der Sache. In der 47. Minute war es Chan, der einen Einwurf direkt in den 5 Meter Raum warf, der vom Lessenicher Gegenspieler per Kopf abgefälscht wurde und dessen Keeper den Ball dadurch unterlaufen hatte. So segelte der Ball in aller Seelenruhe ins leere Tor zum 4:1. Hertha machte aber diesmal weiter Druck, so dass Fabian Funke in der 51. mutig aus gut 15 Metern auf das Tor schoss und zum 5:1 einsetzte. Die Gäste aus Dottendorf nahmen im weiteren Spielverlauf wohl etwas zu viel Tempo raus und machte dadurch den Gegner wieder stärker. Was manche schon ahnten, wurde in der 60. Minute wahr. Es klingelte im Hertha Tor zum 5:2. Anscheinend waren die Herthaner so davon beeindruckt, dass es eine Minute später nun schon wieder im eigenen Tor klingelte. 5:3. Jetzt war Motivationsarbeit gefragt, damit es nicht doch noch mal kritisch wurde, als Sieger vom Platz zu gehen. Gesagt, getan. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch. Gleich zweimal stand die Hertha vor dem leeren Tor des Gegners und verpasste es jedoch, die Lessenicher, die mittlerweile stehend k.o. waren, den Todesstoß zu verpassen. Und so trennte man sich schlussendlich unterm Strich mit einem verdienten 5:3 und nahm 3 Punkten aus Lessenich mit.

Für den Trainer der Hertha war es ein Wechselbad der Gefühle. Für die mitgereisten Zuschauer ein spannendes Spiel.

Wir dürfen auf nächste Woche Sonntag gespannt sein, wenn die Hertha am Lusitania Bonn zu Gast hat.

Text: Reiner Becker

 

26.08.2018, FC Hertha Bonn – Godesberger FV II 1:5 (1:2)

Derbytime in Dottendorf und das direkt zum Saisonstart. Der Knaller!!!

6 Wochen Vorbereitung liegen hinter der I. Mannschaft. Grundkondition aufbauen, neue und alte Spieler willkommen heißen, Trainerphilosophie rüberbringen, Testspiele bestreiten und fliegender Wechsel, was Spielerurlaube betrifft.

Schweiß und Übelkeit wurden in Kauf genommen. Bei 37 Grad Hitze war jede Pause und jedes Tröpfchen Wasser eine ersehnte Wohltat. Wahrlich anstrengend!!! Doch dies sind Sachen, die gehören dazu.Dass man aktuell noch schwere Beine hat, sah man dann im ersten Saisonspiel. Eigentlich ist ein Derby ja immer ein Highlight in der Saison. Es wird gekämpft, gelaufen, gestikuliert und man geht mit der Leistung über die 100%.

So die Theorie.

Die Wahrheit war weitaus ernüchternder.

Anpfiff zur ersten Hälfte der neue Saison als C-Ligist:

Man ging in die Partie mit viel Respekt vor einem Gegner, der schon länger in der C-Klasse gastierte und auch eingespielter war als die eigene Mannschaft. Hertha hatte viel Mühe, ins Spiel zu kommen. Und man sah den Jungs an, dass der letzte Biss fehlte, um den Kampf in einem Derby anzunehmen. Der GFV kombinierte zielgerichtet auf das Hertha Tor, wo der neue Spieler Kai Knoblich zwischen den Pfosten stand.

Völlig verdient ging der GFV in der 18. Spielminute in Führung. Leider kam auch danach die Hertha nicht ins Spiel und lief regelrecht dem Ball hinter her. Dann der Schock. Nick Dopatka, der neu gekürte Kapitän der 1. Mannschaft musste in der 23. Minute verletzt ausgewechselt werden. Was war passiert? Nach einer Ecke für den GFV versuchte der gegnerische Stürmer im 16er, den Ball volley zu nehmen. Er hielt nicht mit seinen Händen fest und traf ihn mit voller Wucht gegen das Schienbein. Angeblich total unbewusst (Hier ist der Trainer der Hertha völlig anderer Meinung, denn wenn man den Gegner zuvor festhält, kann man hinterher nicht behaupten, man hätte ihn nicht gesehen). Es gab auch weder ein Pfiff noch eine Unterbrechung des Unparteiischen. Dieser tat die Aktion mit folgenden Worten ab: der Spieler Nick Dopatka sei umgeknickt und deshalb war es kein Foul. Dass man den Treffer noch bei den Nachbarn im Wasserland gehört hatte, wurde vollkommen ignoriert (nach 4 Tagen kam dann Entwarnung vom Arzt, starke Prellung und leichte Mikrorisse im Schienbein Knochen. 3 Wochen Pause. Und das ganze trotz Schienbeinschoner…).

Aber wieder zum Spiel. In der 25. klingelte es dann wieder im Kasten der Hertha. 0:2. Man befürchtete, dass es ein Schlachtfest geben würde, was aber zum Glück nicht geschah. Auf einmal wurde die Hertha aggressiver und kam in der Schluss-Viertelstunde zu Torchancen. Der Anschlusstreffer zum 1:2 kam dann in 30 Spielminute. Die Hertha war nun am Drücker. Und dann passierte es wieder. Der gleicher Stürmer vom GFV trat Christian Dinkelacker von hinten derart von den Beinen, dass dem Schiri diesmal auch keine andere Wahl blieb, als diesen mit gelb zu verwarnen. Auch hier schwor der Spieler, dass er dies nicht mit Absicht tat. (Dies lassen wir an dieser Stelle unkommentiert, außer, dass man von diesem Spieler im Rest der Partie nicht ein weiteres Faulspiel sah).

Der Pausenpfiff sollte unter anderem dazu dienen, die Jungs der Heimmannschaft in der Kabine noch einmal einzuschwören.

Die zweite Hälfte der Partie verlief dann leider genau so, wie die erste Halbzeit begann. Und in der 58. Minute versetze der GFV die Herthaner dann den Gnadenstoß zum 1:3 von dem sich das Team auch nicht mehr erholte. Nicht nur, dass die Kräfte abrupt nachließen, sondern man sah auch leichte Resignation in den Augen der Spieler. Da nützten auch die Auswechselungen nichts mehr. Man sah dann in 69. Minute, wie leicht der Gegner zum Tor kombinierte und auf 1:4 erhöhte. Und 3 Minuten später dann zum 1:5. Um ein größeres Debakel zu verhindern, stellte sich die Hertha komplett hinten rein und konnte nur noch mit Befreiungsschlägen für Entlastung sorgen. Der ersehnte Schlusspfiff kam dann pünktlich zur 90. Minute.

Fazit des ersten Saisonspiels und Derbys:

Es ist noch verdammt viel Luft nach oben und die ersten Stimmen werden laut, ob die Mannschaft schon reif für die C Klasse sei. Müde und abgekämpft in die Saison zu starten, ist alles andere, was die Mannschaft sich vorgenommen hatte. Aber Trainer Reiner Becker ist zuversichtlich, dass man am Sonntag gegen Lessenich komplett anders auftreten wird als am heutigen Sonntag.

Text: Reiner Becker

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