#HerthaOnTour – Walking Football Team auf Sport- und Bildungsreise
Sieben Jahre. Sieben Jahre hat unser Walking Football Team gewartet, trainiert, gespielt, an Taktik und Technik gefeilt und sich dann endlich auf den Weg gemacht. Vom 4. bis 7. Juni 2026 war es so weit: die erste große Mannschaftstour. Ziel: Hamburg und Fleestedt.
Erst die Bildung, dann der Ball
Schon die Anreise mit der Deutschen Bahn war Abenteuer genug. Denn wir kamen 13 Minuten zu früh an! Kaum eingecheckt im Hotel begann unser Kulturprogramm. In den ersten beiden Tagen erkundeten wir Hamburg auf unsere Art: Stadtführung durch St. Pauli, natürlich eine Millerntour im Stadion des FC St. Pauli, Besteigung des Grünen Bunkers, Barkassen-Hafenrundfahrt und ein Spaziergang durch den alten Elbtunnel. Zwischendurch Fischbrötchen und Kaltgetränke, bei denen Aufstellung und mögliche Spielzüge für das bevorstehende Tournament feinjustiert wurden.
Weltklasse in Fleestedt
Am 6. Juni dann der große Tag: der 3. Internationale Walking Football Cup beim TuS Fleestedt im Sportzentrum Seevetal. 24 Teams aus 7 Nationen – Polen, Spanien, England, die Niederlande, Frankreich, die Schweiz und Deutschland – machten dieses Turnier zum weltweit größten Walking Football Turnier für Mixed-Teams ohne Altersbeschränkung. Eine besonderer Teilnehmer war TransDia, ein deutschlandweiter Sportverein für Dialysepatienten und Menschen mit Spenderorganen. Ein kraftvolles Zeichen dafür, welch inklusives Potential Walking Football hat.
Mittendrin: Hertha Bonn, mit 12 Spielerinnen und Spielern und zwei Edelfans. Und eine Spielermama überraschte uns sogar mit frisch gebackenem Kuchen vor Ort. Die Prioritäten stimmten.
Wie wir gespielt haben
Unser Start ins Turnier war vielversprechend. Nach einem 3:1 gegen Villeneuve-d'Ascq, folgte ein knappes 1:0 gegen TuS Fleestedt (red). Gegen das reine Männerteam St. Austell aus England mussten wir uns dann 1:3 geschlagen geben.
Vorrunde mit zwei Siegen, 6 Punkten, Platz drei. Damit waren wir souverän für den Europa Cup qualifiziert.
Im weiteren Turnierverlauf zeigte uns der ungewohnte Naturrasen seine Tücken, und ein paar Niederlagen folgten. Doch wir blieben uns treu. Konsequente Rotation, Tandemwechsel für ausgeglichene Spielzeiten für Frauen und Männer gleichermaßen. Eine der wenigen Mannschaften dort, die das so umgesetzt hat. Ganz im Sinne unserer Teamphilosophie.
Den Schlusspunkt setzte Ivan, der Unerschrockene. Ein 1:0 zum Abschluss, eiskalt und willensstark eingenetzt.
Was uns auch auszeichnete: Wir erhielten keine einzige gelbe Karte. Und das bei einem Turnier, bei dem die Interpretationen von „Gehen vs. Laufen" oder welcher Grad an Körperkontakt noch angemessen ist, bisweilen kreativ waren. Am Ende stand jedoch bei allen Teams der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Fairness großgeschrieben, auf und neben dem Platz.
Die dritte Halbzeit – unsere stärkste
Das Partyzelt kaperten wir mit kölschen Liedern. Die Fleestedter schwärmen heute noch von den Tanzeinlagen einzelner Herthaner:innen. Mehr muss man dazu nicht sagen.
Die nächste Tour kann kommen. Wir haben viele neue nationale und internationale Kontakte geknüpft. Kai, unser Übungsleiter und Gründer des Teams von 2019, zeigte sich zu Recht äußerst zufrieden und ist optimistisch angesichts der bevorstehenden Sommerturniere.
Ein riesengroßes Dankeschön an Walking Football Pionier Jean Künzel und seinem Team vom TuS Fleestedt für die tolle Organisation dieses Turniers.
Wir waren wie immer mit Herz und Fuß und ganz viel Spaß am Ball.
Alleine sind wir hart!
Gemeinsam sind wir Hertha! 💛🖤